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Interreligiöses Friedensgebet in Niedersprockhövel

Religionen beten für den Frieden

 


Papst Leo XIV. und seine Vorgänger betonen, dass der interreligiöse Dialog keine bloße diplomatische Taktik, sondern eine „Lebensweise“ ist. Er dient als wichtiges Instrument, um Vorurteile abzubauen, gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten und das zu entdecken, was die Menschheit verbindet. 


In diesem Sinne versammelten sich am 17.6.2026 ca. 100 Menschen zum 2. Interreligiösen Friedensgebet in St. Januarius. Organisiert wurde das Gebet von Vertretern aus vier Institutionen: Fatih Ates (Respekt miteinander e.V.), Dirk Schürmann (Malteser Sprockhövel), Heike Rienermann (Evangelische Kirchengemeinde Hattingen-Sprockhövel) und Michael Schwermann (Kath. Gemeinde St. Januarius). An den Gebeten beteiligten sich Menschen aus den Gemeinden und Gemeinschaften. Eine besonders berührende Note bekam das Gebet durch die musikalische Gestaltung. Auch durch sie wurde die religiös-kulturelle Vielfalt spürbar, die aber von einem gemeinsamen Geist getragen war. Der Chor sacro pop und das Anatolische Ensemble berührte die Teilnehmenden durch ihre vielfältigen Gesänge und Instrumente, genauso, wie die Solisten an Saxophon (Benjamin Schwermann) und Nejflöte. 
Einen besonderen Höhepunkt bildete das gemeinsam gesungene und gespielte Abschlusslied: „Mögen die Straße...“


Das Friedensgebet sollte ein gemeinsames Friedensgebet aller Teilnehmenden werden. Daher wurden gegen Ende alle gebeten, ihr eigenes Friedensgebet jeweils auf eine vorbereitete Karte zu schreiben. Hinter dem Gemeindeheim bekam jeder einen mit Helium gefüllten Luftballon und konnte die Karte anbringen. Auf ein gemeinsames Zeichen hin wurden die Ballons mit den Gebeten dann zum Himmel geschickt. 


Die positive Resonanz von allen Seiten zeigte sich dann auch darin, dass fast alle noch zum anschließenden gemütlichen Beisammensein blieben. So konnten wieder viele Menschen andere neu kennenlernen, sich über das Geschehen austauschen und Ideen für die Zukunft sammeln.


Ein besonderes Highlight – wie so häufig – war das Fingerfood-Buffet, das vor allem von Frauen der muslimischen Gemeinschaft gezaubert wurde. Und da die Muslime in diesen Tagen ihr Noah-Fest feiern, stand Noah und besonders die Friedenstaube im Mittelpunkt des Gebetes. Abgerundet wurde dies durch eine besondere Speise, die Noah-Suppe. Die Tradition erzählt dazu folgendes: Zum Ende der Flut sammelten Noah uns seine Familie alles, was noch an Essbarem da war zusammen und machten daraus diese süßliche und energiereiche Suppe. Zur Tradition gehört, dass die Suppe an Freunde und Fremde verteilt wird. So geschah es. Alle Teilnehmenden erhielten am Ende eine solch leckere Suppe, die den Geschmack auf eine Wiederholung des Friedensgebetes verstärkte.
Allen Akteuren und Helfenden beim Auf- und Abbau ein großes Dankeschön!!

Text: Michael Schwermann

Fotos: Enez Kuskonmaz

Pfarrei St. Peter und Paul

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