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Interreligiöser Workshop im Gemeindeheim St. Januarius

Es waren mehrere Organisationen, die zu diesem spannenden interreligiösen Workshop am Mittwoch, 29.10.2025 eingeladen hatten.
Gefördert durch das Kommunale Integrationszentrum Bochum war es der schon bekannte Verein Respekt Miteinander (muslimische Organisation mit Sitz in Bochum). Eine weitere einladende Organisation war das Abrahamische Forum. Diese Organisation fördert den Dialog der Religionen, die auf Abraham zurückgehen (also Judentum, Christentum und Islam). Und dabei war natürlich auch die Gemeinde St. Januarius. 
Die Moderation wurde von Stephanie Krauch vom Abrahamischen Forum (die extra aus Darmstadt anreiste) und Fatih Ates von Respekt Miteinander (er kam direkt aus Köln) übernommen. 
Als Referent brachte sich Enes Atac aus Essen, Lehrer für islamische Theologie ein. Extra aus Freiburg i. Br. angereist war die Jüdin Alexandra Conea, die bis  vergangene Woche noch in Israel war und dort Gemeinschaftsprojekte mit jüdischen, muslimischen  und beduinischen Jugendlichen betreute. Für Michael Schwermann war die Anreise geringer, aber mit genau so viel Herzblut für die Sache. 


Nach einer kurzen Begrüßungsrunde wurden die Teilnehmer eingeladen, Karten mit unterschiedlichen Symbolen den Religionen zuzuordnen. Schon aus dieser Einstiegsaktion entwickelten sich sehr intensive Gespräche, bei denen spürbar wurde, wie interessiert alle an den Glaubensvorstellungen der anderen waren. Es gab „Aha-Erlebnisse“ über Parallelen in allen Religionen, aber natürlich wurden auch Unterschiede deutlich. Die Kernüberenistimmung lag vor allem im Gottes- und Menschenbild. Die Barmherzigkeit Gottes und der hohe Wert eines jeden Menschen als Geschöpf Gottes zogen sich wie ein roter Faden durch den Dialog. Viele Themen wurden angesprochen. Schuld und Vergebung, der Mensch im Verhältnis zu Gott, die Fragen, was nach dem Tod geschieht, die Bedeutung von Jesus und Maria in den Religionen und viele andere Themen beschäftigten die sehr aktiven Teilnehmer und Referenten.  Da der Austausch sofort so intensiv war, wurde der ursprüngliche Plan, hauptsächlich Feste vorzustellen, zurückgestellt. 


Ohne Zweifel ist an diesem Abend ein neues Gefühl des Respekts füreinander entstanden – und das Bewusstsein, wie viele Gemeinsamkeiten uns verbinden.
Ein großer Dank gilt auch den Frauen der muslimischen Community, die ein wunderbares Buffet angerichtet hatten. Süße, herzhafte und vielfältige Speisen sorgten dafür, dass alle Teilnehmenden etwas Passendes für sich finden und es beim Essen zu einem vertieften Kennenlernen kommen konnte.   

 

Text: Michael Schwermann

Fotos: Verein Respekt miteinander e.V.