Liebe Mitglieder und Freunde
unserer Pfarrei St. Peter und Paul,
mit dem ersten Adventwochenende, 29./30. November 2025 beginnt die geprägte Zeit des Weihnachtsfestkreises und allgemein das neue Kirchenjahr. Für unseren Pastoralreferenten Bernd Fallbrügge markiert dieses Datum zudem eine berufliche Zäsur: Zum ersten Advent wechselt Bernd Fallbrügge nunmehr zu hundert Prozent in den Einzugsbereich unserer Nachbarpfarrei St. Marien (Schwelm/ Ennepetal/Gevelsberg).
Geboren und aufgewachsen im münsterländischen Coesfeld, führte ihn sein Weg in den Ennepe-Ruhr-Kreis wie eine „große Schleife“ über das Studium der Katholischen Theologie an der Universität Münster. Bereits in dieser Zeit entstand der Kontakt zur Ausbildungsleitung für Pastorale Berufe im Bistum Essen. Nach dem Pastoralkurs in Verbindung mit einer Assistenzzeit – ebenfalls in unserer Nachbarpfarrei St. Marien – sandte ihn schließlich Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Sommer 2016 mit der Beauftragung als Pastoralreferent in unsere Pfarrei St. Peter und Peter (Witten/Sprockhövel/Wetter).
Im Fokus seiner Tätigkeit stand zunächst der komplexe Bereich der Jugendseelsorge, mit der Ministranten-Begleitung und der Firmkatechese als zentrale Arbeitsfelder. Hinzu kamen die Kontaktpflege gegenüber den Schulen im Pfarrgebiet, das Engagement in Einzelgruppen – wie etwa als Ansprechpartner der Wortgottesdienstleiter und im Rahmen gemeindlicher Bibelarbeit – und nicht zuletzt die Verantwortung für Begräbnisfeiern als elementare Aufgabe im Sinne der Pastoral.
Ein Herzensanliegen ist Bernd Fallbrügge außerdem die Caritas, die sich nach wie vor in einem beeindruckenden ehrenamtlichen Einsatz von Menschen für solidarische Projekte darstellt, wie zum Beispiel in den Tafeln in der Region. Dieses Interesse bildet eine nicht unerhebliche Schnittmenge zum pastoralen Themenfeld, dem er sich schon fast zwei Jahre lang in besonderer Weise widmet: der Krankenhausseelsorge.
Denn bereits seit März 2024 ist Bernd Fallbrügge mit einer „halben Stelle“ als Krankenhausseelsorger an der Reha-Klinik in Ennepetal-Königsfeld tätig – mit der Perspektive, möglichst dauerhaft und hauptsächlich in diesem Bereich der Pastoral Fuß zu fassen. Die pfarrliche Anbindung erfolgt – wie genannt – über das Pastoralteam von St. Marien mit Propst Norbert Dudek als leitenden Pfarrer. Bedingt durch die guten Erfahrungen schon während seiner Ausbildungszeit bewegt sich Bernd Fallbrügge im weiterhin vertrauten Terrain und vielleicht schließt sich für ihn somit einmal mehr wieder ein Kreis.
In den jetzt gut sieben Jahren unserer Zusammenarbeit habe ich Bernd Fallbrügge als wachen, sensiblen Geist gegenüber den drängenden sozialen und geistlichen Fragen unserer Zeit, als aufmerksamen Zuhörer und Teilnehmer in Gesprächen, nicht zuletzt als grundehrlichen Ratgeber kennen und schätzen gelernt – ausgestattet mit einer Begabung, vermeintlich komplizierte Sachverhalte in treffend robuster Art sprachlich auf den Punkt zu bringen.
In Absprache mit ihm feiern wir seine Verabschiedung am Freitag, 28. November 2025 in St. Augustinus und Monika. Der Beginn ist um 18.30 Uhr mit einem Vespergottesdienst in der Kirche. Anschließend sind alle zum gemeinsamen Ausklang im Gemeindeheim herzlich willkommen.
Bis dahin ist freilich noch ein bisschen Zeit. Gleichwohl nutze ich bereits an dieser Stelle die Gelegenheit, im Namen der Pfarrei und ganz persönlich Bernd Fallbrügge für seine vielfältige Arbeit zu danken. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles erdenklich Gute, stets getragen und begleitet von Gottes reichem Segen.
Pfarrer Holger Schmitz
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Statt persönlicher Geschenke möchte Bernd Fallbrügge lieber finanzielle Mittel sammeln, die bei der Verabschiedungsfeier in eine Sammelbox gegeben werden können. Das Geld soll Katastrophenopfern in der Region Waithiri/Waynad in Kerala Indien helfen. Am 30. Juli 2024 lösten sich dort in Folge von tagelangem Starkregen Erdrutsche, die zu einer Schlammlawine führten. Diese zerstörte nahezu komplett die Dörfer Punjirimattom, Mundakkai, Chooralmala, Attamala und Vellarimala. Nach Behördenangaben starben 420 Menschen, 397 wurden verletzt und 113 gelten als vermisst. Großflächige Rodungen und die schlechte Bauqualität der Häuser haben das Ausmaß der Katastrophe sehr begünstigt. Trotz Berichterstattung ist dieses Unglück vielen Menschen in Deutschland nicht bewusst. Die Leidtragenden vor Ort versuchen jetzt, sich eine neue Existenz aufzubauen. Die indische Regierung, Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchengemeinden helfen. Weiterhin bedarf es noch viel Unterstützung.
